montag

morgen nachmittag geht's wohl nach hause. vorher noch urinprobe und sono. sono, also ultraschall, habe ich selbst angeordnet, weil ich unbedingt wissen will, ob mit dem katheter alles "in ordnung" ist. wenn beides okay ist, kann ich gehen.
ich weiß übrigens seit heute nachmittag, warum ich im moment noch weniger essen kann, als sowieso schon. ich dachte erst, es wäre ne halsentzündung oder so eine wund-afte, die man ja manchmal auf der zunge hat. aber es ist ein pilz. soor heißt der. es ist nachweislich eine häufige nebenwirkung von den antibiotika, die ich nehmen musste (bis einschließlich samstag). jetzt muss ich so ein anti-pilzmittel schlucken. das ganze soll zum glück nach 2-3 tagen verschwinden. leider schmeckt die medizin, wie man sich denken kann, nicht so gut. ich muss es allerdings eine minute im mund lassen, bevor ich es runterschlucke. das ganze soll ich eine woche, ab heute, nehmen. na ja, hält sich ja in grenzen.
ich habe übrigens auch noch angst vor einem darmverschluss, hatte ich gestern nicht gesagt. wenn sowas passieren sollte, würde ich einen künstlichen darmausgang bekommen. ich hatte so einen schonmal 6 wochen, nach der großen darm op vor ein paar jahren. das habe ich nur ausgehalten, weil ich wusste in knapp 2 monaten ist alles wieder vorbei. dieses mal wäre es für immer. wie soll man mit so einer angst leben? ich kann das irgendwie nicht mehr. ich brauche einen hoffnungsschimmer von gott persönlich, dass er mich retten will. das wäre das einzige, was mich beruhigen würde. leider habe ich diese persönlich antwort bis jetzt nicht bekommen. ich möchte aber die hoffnung nicht aufgeben, dass er mir noch antworten wird. doch leider schwebt im hinterkopf das wissen, dass manche leute ihre antwort erst im himmel bekommen. doch so werde ich das leben nicht durchstehen. nein, auf keinen fall. nur welche möglichkeiten hätte ich? ich müsste ja leben, gefangen in einem zerstörten, kaputten und wiederlichen körper, aus dem ich nicht mehr herauskomme. das ist wie ein furchtbarer alptraum. ich kann nur immer und immer wieder beten, dass mir das nicht passiert. wenn ich das so schreibe, kommen große ängste in mir auf und nehmen mich gefangen. zum glück ruft mein mann mich gleich an hat mein mann mich genau jetzt angerufen, er ist der einzige mensch, der mich beruhigen kann. mit dem was er sagt, aber eigentlich reicht es schon seine stimme zu hören! ohne diese anrufe zwischendurch (wenn wir uns grad' nicht sehen können), würde ich das alles hier im krankenhaus nicht durchstehen. er ist wirklich mein fels in der brandung. und ja, ich weiß, wie kitschig sich das anhört, aber was soll ich machen? es ist nunmal genau so.

ich hoffe ihr alle habt einen schöneren tag gehabt als ich.
bis ganz bald (hoffentlich geht alles gut und ich kann euch mal wieder mit bildern "beglücken" :) ),
eure mareike

Kommentare:

Mode.Karussell hat gesagt…

ich mag deine ehrlich art zu schreiben :)
Und das Sidebar Bild von dir (?) gefällt besonders.

Würdest du auch mal bei mir vorbei schauen?
Würde mich riesig freuen ;)

Mimi.

Blackbutterfly hat gesagt…

Das mit dem Fels in der Brandung klingt nicht kitschig, sondern schön!

Ich drücke dir weiterhin ganz fest die Daumen und hoffe, du bist mittlerweile gut zu Hause angekommen.

Christa hat gesagt…

Ich wünschte, dass selbst wenn das Schlimmste eintritt, du folgendes sehen kannst, dass du es hast: von den Äußerlichkeiten her ein wunderschönes Gesicht mit Ausdruck und tollem Lächeln und strahlenden Augen. Und, das ist das Allerwichtigste, du hast Charakter. Es ist der Charakter eines Menschen, seine Seele, sein Geist, weshalb man ihn mag. Das ist es, weshalb man jemanden vermisst, nicht wegen des Körpers. Und das bleibt dir. Du bist nicht widerlich und du wirst es auch nie sein. Deine Familie, dein Mann und deine Freunde lieben dich aus anderen Gründen als die offensichtlichen. Das mit den offensichtlichen Dingen kann ich aber auch verstehen: wir werden dauernd mit diesen ganzen Bildern, wie man zu sein hat, zugedröhnt und wenn man krank ist und es dann schlimm kommt und Sachen passieren oder gemacht werden müssen, die abstoßend sind, entspricht man der Norm nicht mehr...
Es ist so vertrackt. Ich weiß nicht, was ich dir dazu schreiben kann, was nicht total blöd klingt, weil ich es mir nicht vorstellen kann, was du durchmachst und vielleicht noch durchmachen musst und als gesunde Person auch noch leicht reden habe. Ich kann dir nur noch sagen, dass ich an dich denke und für dich bete. Jeden Tag.